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17.09.10 16:19 Alter 7 Jahr(e)

Japanisches Fernsehteam in der Wasserstoffstadt Herten

Auf den Spuren des Wasserstoffs besucht Herr Yasunou Suzuki und sein Team den Zukunftsstandort Ewald


Herten . "Hier kann man sehen, dass die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in der realen Welt angekommen ist. Das war für uns ausschlaggebend, in der Region und insbesondere in Herten zu drehen", erklärt Yasunou Suzuki. Der japanische Fernsehjournalist ist auf weltweiter Recherche-Tour. Für einen öffentlich-rechtlichen TV-Sender in seiner Heimat dreht er eine Dokumentation rund um das Thema Wasserstoff.

"Einen ganzen Drehtag mit diesem Thema zu füllen, fällt uns in Herten nicht schwer", erklärt Stadtbaurat Volker Lindner. Nach der Präsentation des Anwenderzentrums H2Herten und der geplanten Windstromanalyse will Yasunou Suzuki es genau wissen: Warum hat sich die Stadt Herten auf Wasserstoff spezialisiert? Welche Rolle spielt die hiesige Region bei der zukünftigen Entwicklung dieser Technologie? Gibt es regionaler Besonderheiten, die die bisherige Entwicklung gefördert haben?

Auf die Theorie folgt die Praxis. Dass auch Fahrräder mit Brennstoffzellen angetrieben werden können, war selbst für den Journalisten aus der Technologienation Japan neu. Die Probefahrt auf dem "cargobike" der Firma Masterflex zeigt, wie Nahlogistik in Ballungsräumen CO2 -neutral funktionieren kann.

Weiter geht es zur Bushaltestelle. Der Wasserstoffbus ist für die Marktbesucher bereits Normalität, dass aber heute das japanische Fernsehen "Linie" fährt, überraschte die Fahrgäste doch. Weiter ging es zur Betankung der Fahrzeuge nach Ewald. Knapp acht Minuten - dann ist der Tank voll. Für den Dreh muss sich Tankwart Michael Plester diesmal allerdings etwas mehr Zeit lassen.

Auf dem Doncaster-Platz führen die Hertener Stadtwerke eine fällige Wartung durch. Ein neues Brennstoffzellenfahrzeug, das so genannte "Utility Vehicle" war im Einsatz. Nicht nur der Antrieb, sondern auch die Bordstromversorgung erfolgt hier mittels Brennstoffzelle. Dass die Steckdose immer mitfährt und eine hohe Flexibilität bietet, war Yasunou Suzuki eine extra Einstellung wert.

Dass Herten auf grünen Wasserstoff setzt, hatte das Team bereits am Vormittag erfahren. Die Besuche der Baustelle des Blauen Turms und der Demoanlage liefern dazu die technischen Details. Trotz des vollen Programms ist ein Gang über das Hoheward-Gelände hoch zum Haldenbalkon Pflicht. "Dieser Blick ist für unsere Zuschauer wichtig, damit sie ein Gefühl für den Begriff 'Strukturwandel' und die Region bekommen. Gestern, heute und morgen - all das lässt sich durch den Blick über das Gelände ausdrücken", fasst der erfahrene Journalist zusammen.

"Das Interesse zeigt uns, dass diese Technologie Potential hat. Unserer Aktivitäten und Projekte, sowie die langjährige Unterstützung seitens der Politik haben dazu geführt, dass sich die "Wasserstoffstadt Herten" zu einer international beachteten Marke entwickelt hat. Nicht nur auf dem Weg zur InnovationCity Gelsenkirchen_Herten wird die Brennstoffzellentechnologie eine wichtige Rolle spielen", so Volker Lindner.

Der Beitrag wird während eines Symposiums zum Thema "Neue Energien" einem Fachpublikum vorgestellt und in Auszügen im öffentlichen Fernsehen zu sehen sein.