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01.10.10 11:46 Alter 7 Jahr(e)

Windstromelektrolyse im Anwenderzentrum H2Herten

Evonik erhält den Auftrag für Engineering-Leistungen


Sechs Monate nach Übergabe des Förderbescheides kann nun die erste Umsetzungsphase beginnen. Mittels klimaneutral durch Windkraft erzeugtem Strom soll neben der Versorgung des Anwenderzentrums im Elektrolyseverfahren Wasserstoff produziert werden. Dieser wird den im Anwenderzentrum ansässigen Firmen und in Kürze auch einer Wasserstofftankstelle zur Verfügung gestellt werden. Überschüssiger Wasserstoff wird gespeichert und kann im Bedarfsfall - bei Flauten oder Windstille - zurück verstromt werden. So ist eine netzunabhängige Stromversorgung für das Anwenderzentrum bis zu drei Tagen gesichert. Das Land NRW fördert mit 2.7 Mio Euro diese Infrastrukturmaßnahme für das Anwenderzentrum H2Herten.

Neben der eigentlichen Wasserstoff-Erzeugung und Energieversorgung wird das Zusammenspiel der Komponenten, von der Elektrolyse über Wasserstoff- und Batteriespeicher bis zur Brennstoffzelle und Systemmanagement wissenschaftlich begleitet. Ein Monitoring überwacht alle Verfahrensabläufe und wertet sie aus. Dadurch ergeben sich wichtige Erkenntnisse für Optimierungen.

Bei der europaweiten Ausschreibung der Engineering-Leistungen beteiligten sich namhafte international tätige Konzerne.

Evonik legte dabei das innovativste und nachhaltigste Angebot vor. Bestandteil des Engineerings wird es sein, das Gesamtsystem und die einzelnen Komponenten optimal zu konfigurieren. Damit wird die Basis für weitere Projekte im Umfeld regenerativer Energiekonzepte geschaffen. Evonik beschäftigt sich in seinem Science-to-Business Center Eco² unter Leitung der strategischen Forschungseinheit Creavis Technologies & Innovation mit verschiedenen Konzepten zur CO2-neutralen Energiespeicherung und –gewinnung. Dr. Jens Busse (Evonik Degussa GmbH): "Durch die Zusammenarbeit mit dem Anwenderzentrum H2Herten können zukünftig weitere Forschungsergebnisse aus dem Science-to-Business Center Eco² in die Praxis umgesetzt werden."

 

Das gesamte Engineering und der spätere Integrationsprozess werden vom EnergieInstitut der Fachhochschule Gelsenkirchen wissenschaftlich begleitet.  "Das was wir seit Jahren in der Fachwelt rein theoretisch diskutieren, wird in der Wasserstoffstadt Herten umgesetzt," so Prof.-Dr. Karl-H. Klug von der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Stadtbaurat Volker Lindner und Dr. Nieder betonten die Bedeutung der Windstromelektrolyse und der vorgenannten Zusammenarbeit nicht nur für den Zukunftsstandort Ewald sondern auch für die Bewerbung zur InnovationCity Gelsenkirchen_Herten.

Volker Lindner: "Aus diesem Projekt bietet eine Vielzahl von Perspektiven für Anschlussprojekte und Firmenansiedlungen. Unser Profil als international bekannter Standort für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, welchen wir uns in den letzten Jahren erworben haben, wird dadurch weiter gestärkt" .