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17.08.15 00:00 Alter 2 Jahr(e)

RWE nimmt Power-to-Gas-Anlage in Ibbenbüren in Betrieb

Effiziente Verbindung der örtlichen Strom-, Erdgas- und Fernwärmeversorgung


RWE hat ihre Power-to-Gas-Anlage in Ibbenbüren offiziell in Betrieb genommen. Die hochmoderne Anlage ist Teil einer erstmalig verwendeten Systemlösung, die die örtliche Strom-, Erdgas- und Fernwärmeversorgung effizient miteinander verbindet.Das Power-to-Gas-Verfahren ist besonders dazu geeignet, große Mengen an erneuerbarer Energie zu speichern. Am Standort Ibbenbüren wird nun erstmalig die Abwärme genutzt. Die elektrische Leistung des PEM-Elektrolyseurs der ITM-Power mit drei Stacks beträgt 150 kW. Er soll mit Strom aus einer RWE-eigenen Windenergieanlage betrieben werden. Der bei einem Druck von 14 bar erzeugte Wasserstoff wird in eine 12-bar-Gashochdruckleitung eingedüst, wobei ein Grenzvolumengehalt von 1% nicht überschritten wird.

Die Gaszusammensetzung wird mit einem neuartigen, wasserstoffsensiblen Gas-Chromatographen überwacht.  Die Abwärme wird in der vorgeschalteten Gasdruckregelstation zur Erdgasvorwärmung genutzt. „Mit einem Nutzungsgrad von 86 Prozent steht hier in Ibbenbüren die effizienteste Power-to-Gas-Anlage in Deutschland“, erklärt Dr. Joachim Schneider, Technikvorstand der RWE Deutschland. Davon entfallen 15% auf die Wärmenutzung und wie in der Gaswelt üblich wird der Brennwert des Wasserstoffs als Nutzwert betrachtet. Bei Bezug auf den für Energieprozesse relevanten Heizwert liegt der Wirkungsgrad bei 60%. RWE wird aus dieser Anlage Erkenntnisse gewinnen, die für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit und den späteren Eintritt in die kommerzielle Nutzung zur Energiespeicherung von großer Bedeutung sind.